Marut - part 1

Getroffen in der Schweiz im Februar 2021

Mut für einen Neuanfang (Kapitel 1 von 3) --- ›Hey Marut, entschuldige, dass ich mich so lange nicht mehr gemeldet habe.‹ ›Das macht nichts, ich kann das nachvollziehen.‹ Ich atmete auf und schrieb zurück: ›Ich hätte da eine Idee, aber sie ist aufwändiger als unser Plan von damals.‹ ›Ich mag spannende Ideen.‹ Damit begann die nun folgende Geschichte, und ob sich diese tatsächlich genau so zugetragen hat, überlasse ich deiner eigenen Vorstellung. Denn mithilfe der Erzählungen über Marut will ich etwas zeigen, das ansonsten verborgen bliebe. _ 2 Wochen später. Marut legte noch schnell die losen Papiere auf seinem Schreibtisch zu einem ordentlichen Stapel als es auch schon an der Haustür klingelte. Er eilte nach unten und öffnete. Er spürte eine leichte Nervosität, denn er wusste nicht genau, was ihn erwartete. Die beiden hatten sich vorher noch nie getroffen, jedoch vor 9 Monaten über 2 Stunden telefoniert. Seitdem hatten sie wenig Kontakt gehabt. Es fühlte sich so an, als würde Marut einen alten Freund wiedersehen. »Hast du die letzten 2 Wochen gut überstanden?«, fragte Alex, als sie in die Küche kamen. »Ziemlich gut, ja. Bei dir?« »Ebenfalls, aber andererseits …« Alex schien abgelenkt, blickte zum Fenster, aber bevor Marut nachfragen konnte, sagte Alex: »Ist es nicht interessant, dass wir auf diese Frage häufig eine kurze Antwort erwarten? Man erwidert vielleicht: ›Danke, mir geht es gut.‹ Oder man sagt: ›Eigentlich alles wunderbar, nur momentan Stress bei der Arbeit.‹ Und wir denken, dass wir uns nicht beklagen sollten. Ist es nicht seltsam, dass wir die ausführliche Antwort häufig dann geben, wenn wir nicht explizit danach gefragt werden?« Marut dachte an seine eigene Situation, das Gefühl, nicht mehr stillsitzen zu wollen. Er wusste genau, was Alex meinte. »Aber vielleicht ist das heute eine Ausnahme«, sagte Marut schliesslich. Sie mussten beide schmunzeln, dann bot Marut Alex an, eine kurze Tour durch das Haus zu machen. Dann würden sie hier nicht wie zwei Philosophen im Raum stehen bleiben.

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